Creativa 2014

Noch kann ich meine Creativa-Besuche an einer Hand abzählen. Mit diesem Jahr sind es vier Besuche. Aber vielleicht werde ich auch in ein paar Jahren den Überblick verlieren, wie diese Damen, deren Dialog ich auf dem Hinweg aufgeschnappt habe:

“Ich weiß gar nicht wie lange wir schon fahren.”

“Das war auf jeden Fall vor deiner ersten Hüft-OP.”

“Oh ja, weit davor…”

Ok, auf die Hüft-OP kann ich verzichten.

Lange habe ich gezögert, ob ich in diesem Jahr überhaupt hinfahren soll, denn alle Begleiterinnen sind leider eine nach der anderen ausgefallen. Etwas traurig und einsam bin ich dann doch alleine gefahren. Die Einsamkeit war schnell verflogen, nachdem ich im Dortmunder Hauptbahnhof den Bahnsteig der U45 betreten hatte. Dieser war um kurz vor 9 komplett mit kreativen Gestalten weiblichen Geschlechts gefüllt. Ich beobachtete das Treiben, fing hier und da Gesprächsfetzen auf, schlürfte genüsslich meine zweite Tasse Kaffee und schmunzelte vor mich hin.

“Das kann ja heiter werden”, dachte ich mir während ich einen Sitzplatz im vordersten Wagen der mit Bastelhennen überfüllten U-Bahn ergatterte. Und ich sollte Recht behalten…

Wie jedes Jahr begann ich den Rundgang in Halle 5, die mit der Perlen-Expo. Perlen interessieren mich (bisher) absolut null und überhaupt nicht. Zum Start genau richtig, um sich an die Gegebenheiten und Menschen zu gewöhnen und nur ein wenig rumzugucken.

Ich guckte und blieb hängen… bei Lederarmbändern mit Druckknöpfen und passenden Chunks. Oh wie toll! Außerdem mit meinem Marken-Armband kompatibel. Und so tätigte ich den ersten Kauf. Der erste Kauf ist immer kritisch, denn sobald das erste Teil gekauft wurde, ist das Eis gebrochen…

Als nächstes steuerte ich direkt auf einen Stand mit Käse zu und probierte ein Stück guten Bergkäse (Frühstück!):

Ich: “Mhm lecker.”

Käsefrau: “Nehmen Sie doch ein Stück mit.”

Ich: “Ähm, danke, später vielleicht. Sonst muss ich den Käse ja die ganze Zeit mit mir rumschleppen.”

Käsefrau: “Ach, dem Käse macht das nichts aus.”

Ich: “Aber mir…”

Bevor ich Halle 5 verließ, bekam ich noch je eine Ausgabe “Landlust” und “Einfach Hausgemacht” geschenkt. Eingewöhnung erfolgreich beendet, auf in die anderen Hallen!

Hier ein paar Impressionen:

Der Stand von La Blanche in Halle 6 ist immer sehr gut besucht. Es gibt alles, was das Scrapbooking-Herz begehrt und noch mehr. Der Stil trifft nicht meinen Geschmack, aber zum Gucken und Ideen sammeln lohnt sich ein Besuch. Es wurde gezeigt, wie man Kronkorken mit Embossing-Pulver ausgiesst. Eine Alternative dazu ist das Kleben von Cabochons in Kronkorken, z.B. als Magnete. Die Idee gefiel mir gut. Kronkorken hab ich noch jede Menge, Cabochons, Magnete und einen Kreisstanzer habe ich gekauft.
Klick das Bild gross

Auch in Halle 6 präsentiert sich der Stand von LUDIEC ganz bescheiden. Die besonderen Stempelfarben und Stempelmotive haben mich sehr begeistert. Da ich Stempel nur sehr selten verwende, siegte die Vernunft und ich nahm nur einen kleinen Stempel und zwei kleine Stempelkissen mit. Die Eulenkarte habe ich so bewundert, dass ich sie mitnehmen durfte.Klick das Bild gross

Halle 4 habe ich – wie immer – zum Schluss besucht. Leider. Denn meist ist das Budget dann schon aufgebraucht. Wie auch diesmal. Deshalb gab es wieder keine Holzstempel oder Utensilien für Blaudruck. Außerdem gab es keine SCHOKOKLUNKER. Umgeben von Torten- und Back-Zutaten-Ständen versteckt sich dieser Stand. Es gibt Süßigkeiten als Schmuck, leider nicht auf den Fotos: angebissene Ritter-Sport-Schoki oder Toffifee als Kettenanhänger. Großartig!Klick das Bild grossOh wie ärgere ich mich, dass ich am Stand von QUASIOLKA Schmiedekunst nichts gekauft habe.  Die Besteckhaken zum Beispiel oder ein Windlicht oder einen (schweren) Topfuntersetzer…Klick das Bild grossMit gut gefülltem Rucksack trat ich nach 4,5 Stunden meinen Heimweg an (habe tatsächlich nicht ein Stück Stoff gekauft – mein Stoffschrank quillt auch über).Klick das Bild grossHier noch ein paar Link-Tipps (einfach auf den jeweiligen Flyer klicken-funktioniert nicht auf Mobilgeräten befürchte ich):Flyerparade[5] Schön war’s. Rummelig und gleichzeitig fast meditativ. Ich habe mir Präsentationen an Ständen angesehen, bin mit verschiedenen Leuten ins Gespräch gekommen, habe einiges gelernt und viele neue Ideen gesammelt.

Jetzt muss ich gleich mal was basteln.

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