Leseratte 2014

Warum mit der Bücherliste bis zum Jahresende warten? Ab sofort gibt’s die Leseliste immer aktuell – mit Motivation und Fazit. Freu mich – wie immer – über Buchtipps!

Liegt grad auf meinem Nachttisch

Death of a ghost –  Margery Allingham

Motivation: Der sechste Fall aus der „Albert Campion Mysteries“ Reihe – auf Englisch. Albert Campion ermittelt diesmal zum Mord an einem Künstler bei einer Vernissage. Die Thematik schließt perfekt am Marc Levy Buch an. Ein klassischer Krimi vor Weihnachten passt noch…

Fazit: Bin über Seite 10 nicht hinausgekommen. Es gab zu viele Foto- und Bastelbücher, die ich nicht aus der Hand legen konnte und dann war Weihnachten und Silvester und das Buch ist zurück ins Regal gewandert…für später mal.

Immerhin: 17 Bücher hab ich in diesem Jahr gelesen. Da ist für mich schon ne ganze Menge 🙂

Gelesen

Bis ich dich wiedersehe- Marc Levy

Motivation: Zur Abwechlsung mal wieder etwas mit Herz und ohne Morde. Jonathan trifft Clara und beide fragen sich, ob sie sich nicht schon mal begegnet sind, in einem früheren Leben. Ich bin mir noch nicht sicher in wie weit mir diese übersinnliche Seelenverwandschaftsgeschichte gefallen wird. Mal sehen wie sich die Story wendet.

Fazit: Die wahre Liebe überdauert die Zeit und führt die Liebenden in jedem Leben wieder zueinander – romantisch? Beruhigend? Oder nervige Zeitschleife a la „und täglich grüßt das Murmeltier“? Am interessantesten fand ich die Informationen zum Thema Malerei. Die Hauptcharaktere sind u.a. ein Kunstexperte und eine Galeristin. War ganz nett zu lesen. Nur ein Hauch schnulzig, unterhaltsam geschrieben und sogar etwas spannend.  Marc Levy Fan werde ich aber sicher nicht.

Deadly Heat – Richard Castle

Motivation:  Der fünfte „Castle-to-go“, endlich (gemeinerweise wird am Ende jedes Buches der Reihe bereits der Anfang des nächsten Buches geteasert).

Fazit: Diesmal habe ich eine gefühlte Ewigkeit an diesem Buch gelesen. Da ich meist nur abends im Bett gelesen habe, bin ich kaum mehr als 3 Seiten weiter gekommen. Es kamen so viele Personen vor und die Story war am Anfang recht verworren. Erst zum Ende war ich richtig drin und es wurde spannend und war dann auf einmal vorbei. Ich freue mich auf das nächste Buch. Aber erstmal sollte doch die nächste Staffel auf DVD rauskommen, oder?

Das letzte Ritual – Yrsa Sigurdardottir

Motivation: Das erste Buch aus der Island-Krimi-Reihe um die Rechtsanwältin Dora Gudmundsdottir. Weil mir das „das gefrorene Licht“ gut gefallen hat und ich auf Island einen Island-Krimi lesen wollte, der nicht ganz so düster ist. Bin im Urlaub nicht fertig geworden, da ich mehr geschrieben habe als gelesen.

Fazit: Ein spannender Fall, eine symathische Ermittlerin. Man lernt etwas über die Geschichte Islands, wenn auch nicht gerade über die schönen Seiten…düster und heiter zugleich.

Die Akte Vaterland – Volker Kutscher

Motivation: Gereon Raths vierter Fall. Das Buch liegt schon seit ein paar Wochen im Regal, jetzt kann ich es nicht länger liegen lassen.

Fazit: Wieder eine unterhaltsame Story um Kommissar Rath, wieder mit der einen oder anderen brenzlichen Situation, Spanung und einer Prise Humor. Außerdem habe ich interessantes über Masuren erfahren.

Wenn wir zusammen sind – Marc Levy

Motivation: Mal wieder ein seichter Roman zwischendurch.

Fazit: Charmant & Zauberhaft steht auf dem Cover und das ist auch richtig. Ein netter Roman, den man mal eben an einem Tag lesen kann. Die Story enthält keine großartigen Wendungen, aber die Charaktere sind liebenswert. Die Lektion: Meistens steht man seinem Glück selbst im Weg.

Frozen Heat – Richard Castle

Motivation: Dringend wieder auf Altbewährtes zurückgreifen, um den Spaß am Lesen nicht zu verlieren. Der vierte „Castle-to-go“.

Fazit: Der Fall war nicht ganz so spannend, aber das Buch trotzdem unterhaltsam. Besonders witzig war, dass ich parallel die Staffel geguckt habe, auf der das Buch basiert. Einige Szenen oder Dialoge habe ich wiedererkannt. Im Buch stehen sie dann in einem völlig anderen Zusammenhang. Ich freu mich schon wieder auf das nächste Buch.

Das Familientreffen – Anne Enright

Motivation: Steht schon so lange im Regal. Wurde mal von der „Brigitte“ empfohlen als „Eine glitzernde, dunkle Perle von einem Buch“. Es geht um die Geschichte einer Großfamilie in Irland und die Frage was Liam (Sohn/Bruder) in den Tod getrieben hat. Der eigenwillige Schreibstil zeigt sich bereits auf den ersten Seiten. Gefällt mir sehr gut.

Fazit: Auf Seite 228, kurz bevor mein Zug Osnabrück erreichte, war ich endgültig an dem Punkt, an dem mich weder die Schreibweise, noch die Geschichte begeistern konnten. Jede Neugier an der Auflösung des Familiengeheimnisses war vergangen. Das Buch hab ich gleich im Zug liegen gelassen. Vielleicht macht es jemand anderem mehr Freude.

Hafenmord – Katharina Peters

Motivation: Rügenurlaub

Fazit: Schnell gelesener Urlaubskrimi.

Alice im Wunderland – Lewis Carroll

Motivation: Komm mir in letzter Zeit vor wie das weiße Kaninchen: „Keine Zeit, keine Zeit“.  Kann mich gar nicht so recht an die ganze Geschichte erinnern.

Fazit: Lesen, lesen und wieder lesen!

Look to the Lady – Margery Allingham

Motivation: Nachdem mich „Ein böser Nachbar“ in seiner Schlichtheit so sehr begeistert hat, gibt es nun einen weiteren Krimi von Margery Allingham. Den dritten Fall aus der „Albert Campion Mysteries“ Reihe – auf Englisch.

Fazit: Die Geschichte hat mich eine ganze Zeit verwirrt, aber auf die Auflösung war ich gespannt. Einige Dialoge waren wieder sehr spitz und clever.

Goldstein Volker Kutscher

Motivation: Gereon Raths dritter Fall.

Fazit: Sehr gut 🙂 Spannende Geschichte, gut erzählt. Leider viel zu schnell ausgelesen, ich konnte es nicht aus der Hand legen. Mit großer Freude habe ich soeben festgestellt, dass „Die Akte Vaterland“, Gereon Raths vierter Fall, Anfang März als Taschenbuch erschienen ist. Das Buch befindet sich schon auf dem Weg zu mir…

Ein böser Nachbar – Margery Allingham

Motivation: Das Buch hab ich beim Aufräumen im Keller in einer Kiste gefunden. Ein Krimiroman von 1928 „in der klassischen Tradition der britischen Rätselkrimis“ (Kundenbewertung auf amazon): Ein Mord, sieben Verdächtige, jeder mit einem möglichen Motiv. Klingt nach Agatha Christie, Hercule Poirot mag ich sehr. Bin also gespannt.

Fazit: Super, einfach und genial, ein echter Geheimtipp für Freunde des klassischen Krimis. Die Erzählweise ist schlicht, es gibt nur einen Handlungsstrang. Man folgt Inspektor W. T. Challoner chronologisch bei seinen Ermittlungen – das habe ich als sehr entspannend empfunden. Der Fall entwickelt sich von Kapitel zu Kapitel und verliert dabei nicht an Spannung. Das Highlight ist die Sprache.  Mit wenigen präzisen Worten werden Situationen und Personen treffend beschrieben.

W. T. fuhr sich mit den Fingern durch das weiße Haar, bis es hochstand wie der Schopf eines Kakadus (S. 52).

W. T. raufte sich das Haar, bis es aussah wie eine Eule in Festtagsstimmung (S. 88).

W. T. senkte den Kopf und fuhr sich mit den Händen durchs Haar, bis es hochtstand wie ein schneebedeckter Ginsterbusch (S. 142).

„Monsieur le Gris“, sagte er, „ich bin Engländer, und wir haben unsere Fakten gern so wie unser Essen – ohne Raffinessen“ (S. 56).

Es war W. T.s persönliche Meinung, dass die meisten Frauen sich zwar streng an ihre eigenen moralischen Gesetze halten, jedoch sehr häufig überhaupt kein Gefühl für Recht haben (S. 109).

W. T. fuhr sich mit den Händen durchs Haar. „Oh ihr Frauen, ihr Frauen“, sagte der müde, „Wann werdet ihr begreifen, was wichtig ist und was nicht?“ (S. 139).

Der Kommissar und das Schweigen – Håkan Nesser

Motivation: Höchste Zeit mal wieder nen Krimi zu lesen. Mein erster von Håkan Nesser (hat übrigens am gleichen Tag Geburtstag wie ich – oder ich wie er). Nach 80 Seiten ists noch nicht wirklich spannend und die Sprache irritiert mich an einigen Stellen. Die Leute sagen Sätze wie: „Was meint der Hauptkommissar mit >Nun<?“ an den Hauptkommissar gerichtet. Kenn ich sonst nur aus Asterix-Heften [sie (also ich) hat sie alle].

Fazit: Ähm ja, ok, war ganz nett, aber die teilweise in Kritiken hochgelobte „poetische Sprache“ Nessers, konnte mich nicht überzeugen. Über solche Dialoge kann ich nur irritiert den Kopf schütteln:Foto 14.02.14 19 05 26

Und es war Sommer… – Susan Wiggs

Motivation: Passend zum frühlingshaften Wetter gibt’s nen leichten Schmonzettenroman.  Dieser hier ist sogar „mit köstlichen italienischen Rezepten“. Ja dann!

Fazit: Die Geschichte von Rosa, die ihren Sommerfreund Alex aus Jugentagen wiedertrifft, ist heiter und kurzweilig geschrieben. Das Ende ist nicht ganz überraschend. Die Rezepte haben mir gut gefallen, habe sogar eines ausprobiert. Das Buch hat mich daran erinnert, dass ich als Kind auch einen Sommerfreund hatte – aber das ist eine andere Geschichte.

Die Hummerschwestern – Beverly Jensen

Motivation: Bisher bin ich zu feige dem Buchtipp von Jojoaction zu folgen und „Dr. Sleep“ von Stephen King zu lesen. Deshalb lese ich jetzt ein Buch, das Stephen King gelesen hat: „Die Hummerschwestern haben mein Herz gestohlen. Und sie werden auch Ihres stehlen.“  Da bin ich mal gespannt. Hab gestern angefangen und die beiden Schwestern Idella und Avis bereits über 100 Seiten auf ihrem Lebensweg begleitet. (19.01.2014)

Fazit: Hab das Buch ganz fix gelesen. Es war so mäßig. Der Geschichte fehlt der rote Faden, es ist eine Aneinanderreihung von – teilweise ganz unterhaltsamen – Episoden aus dem Leben der zwei Schwestern über 70 Jahre hinweg. Es passiert viel, aber doch irgendwie wenig – wie im richtigen Leben halt. Leider hab ich mir das Buch selbst ausgesucht und kann deshalb niemanden für die Empfehlung anmeckern- außer vielleicht Stephen King. (04.02.2014)

Heat risesRichard Castle: 3. Roman aus der TV-Serie.“Castle-to-go” zur Überbrückung, bis Staffel 6 auf DVD erscheint.   Please read (and watch) in English.

Der stumme Tod Volker Kutscher: Gereon Raths zweiter Fall. Es könnte alles so gut laufen, aber Gereon Rath reitet sich immer wieder in die Sch… Der Krimi spielt in den 1930ern. Spannend mit dezentem Humor.

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