Island 2012: Tag 6

Sonntag, 26. August 2012 – Laugar, Akureyri, Varmahlíð

Tag 608:15 Uhr: Damit die Touristen nicht zu lange schlafen wurden die Weckschafe dressiert morgens gegen 7 Uhr eine Runde an den Häusern vorbei zu gehen und das Leitschaf ruft dabei laut „mähmäh“. So wurde ich von Schafgetrappel auf der Holzterasse und lautem mäh direkt vor unserem Fenster geweckt.

Weckschafe

Gut ausgeschlafen starteten wir zum Frühstück. Es gab ganz frisch gebackenes Gewürzbrot, das schmeckte so gut, süßlich nach Nelke und Ingwer, perfekt mit Butter oder Käse. Da habe ich direkt mal nach dem Rezept gefragt und es auch bekommen.

Blumen

11 Uhr, 10°C Sonne. Wir haben ganz entspannt den Wasserfall Godafoss besucht und ein wenig umwandert. Jetzt fahren wir weiter in Richtung Akureyri, genau rechtzeitig, denn der „Godafoss“ wurde von 3 Bussen voller AIDA-Touristen überschwemmt.

GodafossGodafoss

13:40 Uhr, 9°C Sonne: In Akureyri haben wir im „Bonus“ eingekauft. Punkt 12 Uhr zur Ladenöffnung waren wir da. Von Pizzaschnecken gestärkt waren wir im Backpacker-Zentrum einen Kaffee trinken du haben eine kleine Runde über die Haupteinkaufsstraße gemacht. Leider haben wir den Island-Dönermann nicht gefunden. Aber provianttechnisch sind wir gut versorgt.

AkureyriAkureyriAkureyri

14:15 Uhr Mittagspause an einem Bach mit idyllischem Ausblick auf die Berge im Öxnadalur. Es gab selbstgeschmierte Käsebrötchen mit Schinken und Käse. 9°C und Wind waren etwas frisch, aber es war sehr schön und so lange isst man an einem Käsebrötchen auch nicht. Zum Nachtisch gab es einen Isländischen Schokoriegel „Nizza“, sehr süß aber gut und zum Glück nicht mit Lakritz gefüllt.

PicknickAusblickBlume

Im Nachhinein stellen wir fest, dass unser Picknickplatz eine Sehenswürdigkeit war: Laut Reiseführer war es der Hain Jonasarlundur vor dem wir gesessen haben. Dieser wurde zu Ehren des Dichters Jónas Hallgrímsson angelegt.

In Varmahlíð haben wir etwas gebraucht, bis wir die Unterkunft „Hestasport“ gefunden hatten. Zum Glück ist der Ort nicht sehr groß. Als wir bei Hestasport ankamen waren wir ein wenig enttäuscht. Sollte der angepriesene Bungalowpark tatsächlich aus ein paar Blechcontainern bestehen?

An der Rezeption kam dann die Überraschung: der Bungalowpark liegt woanders. Wir fuhren also nach Karte zur angegebenen Stelle den Berg von Varmahlíð hinauf und da standen oben ein paar Holzhütten, ganz allein für sich, wie ein kleines Schlumpfhausen.

Lageplan

Das Dorf

Unser Bungalow war uns als der abseits stehende erklärt worden und wir erkannten sofort die etwas abseits stehende dunkelbraune Holzhütte. Die schönste von allen, Odinshus.

Odinshus

Hier bleiben wir und fahren morgen nicht in die große Stadt Reykjavik zurück. Es ist sooo schön. Das allerbeste: es gibt eine kleine Küche! Gestern war ich ein wenig frustriert mangels Koch- und Verpflegungsmöglichkeit.

Hurra eine Küche

Also fuhren wir fix zum Tank-/Versorgungszentrum und kauften ein. Nachdem wir den Einkauf wieder rauf zur Hütte gebracht hatten, fuhren wir ins 25km entfernte Sauðárkrókur an den Fjord. Wir machten – endlich – ein paar Pferdefotos.

PferdePferde

Vom Ausflug zurück habe ich unser Abendessen gekocht: Nudeln mit Tomaten-Spinat-Thunfischsauce. Hat ganz gut geschmeckt. Statt mit Zucker habe ich mit einem Schluck Cola abgeschmeckt.

Die Sonne geht gerade unter und es ist frisch. Ich sitze vor der Hütte mit Blick auf den Sonnenuntergang. Ich habe 2 Jacken, Mütze und Handschuhe an.

Schreiben im Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

In einem Anflug von Wahnsinn oder Gehirnfrost entschied ich mich spontan den Hot Pot zu testen. Also raus weg mit Handschuhen, Mütze und Jacken und rein in den Badeanzug. Mit Schlappen und übergeworfenem Bademantel eilte ich durch die Kälte zum heißen Bad. Was soll ich sagen? Das war eine gute Entscheidung. So ein Bad im Hot Pot ist sehr entspannend. Man sitzt einfach draußen in einem kleinen Loch mit sehr warmem Wasser und schaut z.B. der Sonne beim Untergehen zu.

glühende Bergeglühende Berge

Nach dem Bad frisch geschwefelduscht (Nachteil von Duschwasser direkt aus der heißen Quelle) sitzen wir bei einer Tasse Tee auf dem Sofa. Es gab im Laden keinen Pfefferminztee. Im Bonus heute auch nicht. Isländer trinken wohl keinen Pfefferminztee. Aber der englische schwarze Tee ist auch gut.

Tee und Snacks

Bei Kerzenschein und den letzten Sonnenstrahlen warten darauf, vielleicht Polarlichter zu sehen. Viel besser als hier kann die Aussicht nicht sein. Außerdem ist es kaum bewölkt. Heute hat es nicht ein einziges Mal geregnet auf unserer Tour.

der Mond

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