Island 2012: Tag 4

Freitag, 24. August 2012 – Höfn, Djúpivogur, Stödvarfjördur, Egilsstaðir, Hallormsstaður

Tag 409:00 Uhr. Das Frühstück war super. Es gab Kaffee aus großen Bechern, Pancakes und einen tollen Ausblick auf den Gletscher. Wie schon in Vik hatte der Frühstücksraum große Fenster mit toller Aussicht. Die Isländer haben nicht nur große Autos, sondern auch große Fenster. Aber bei der Aussicht lohnen sich diese auch besonders.

Aussicht

Zur allgemeinen Aufbruchszeit starten wir unsere Tour Richtung Höfn.

Einen Teil der Strecke waren wir bei einem Ausflug am Abend vorher schon gefahren. Doch die Gegend sah völlig anders aus. Die Wolken, die am Abend den Blick auf die Berge verhangen hatten, schwebten weit oben und ermöglichten den Blick auf die kompletten Berge, die von der Morgensonne wunderschön beleuchtet wurden.

Ein erklärtes Ziel für den heutigen Tag war es, Schafe und Pferde zu fotografieren. Leider haben diese nämlich die Gabe immer genau in der Nähe von Hinweisschildern für Haltemöglichkeiten zu stehen, nicht aber an der Haltemöglichkeit. Ein paar schöne Fotos sind uns dank einiger spontaner Bremseinlagen gelungen.

FotostoppSchaf

zwei Schaf

Unser erstes Ziel Höfn war nicht weit entfernt. Wir warfen einen Blick auf den kleinen Hafen. Es war recht kalt und roch nach Fisch. Dies wäre normalerweise als Hafenromantik durchgegangen, aber es war noch keine 10 Uhr und wir konnten uns nur mäßig begeistern.

Hafen von Höfn

Wir kauften im örtlichen Supermarkt Proviant ein, damit wir auf jeden Fall Essen dabei haben – Brot, Frischkäse, Käse. Dann starteten wir los Richtung Ostfjorde, bei strahlendem Sonnenschein. Den nächsten Halt legten wir am Café Viking bei Vestahorn ein. Wir sahen uns ein wenig um, betrachteten ein Filmkulissen-Wikingerdorf aus der Ferne und fuhren dann weiter – da wir gerade erst gefrühstückt hatten, war der Kaffeedurst gering.

Es ging durch einen Tunnel und dann lagen sie vor uns, die Fjorde des Ostens. Wir hielten immer wieder an und bestaunten die Landschaft.

the roadFjord

13 Uhr: Mittagspause in Djúpivogur. Bei Við Voginn gab es Burger mit Fritten. Dann tranken wir im Langabúð (eines der ältesten Häuser im Ort) einen Cappuccino. Kaffee gibt es hier überall und reichlich – oft aus Thermoskannen, nicht mehr ganz frisch, aber dafür günstig und als refill.

Langabúð

Hafen von Djúpivogur

Beide Stationen waren Tipps aus dem Reiseführer, allerdings hätten wir die Lokalitäten auch so gefunden, die Auswahl in dem ca. 500 Einwohner-Ort ist nicht so groß. Von beiden Lokalitäten hatten wir einen schönen Ausblick auf den kleinen Hafen, der nicht nach Fisch roch.

KüstenstrasseKüstenstrasse

Küste

Wir fuhren weiter die Küstenstraße entlang und hielten als nächstes in Stödvarfjördur. Berühmt ist der Ort für die Steinsammlung von Petra (Die große private Sammlung von Petra Sveinsdóttir zeigt vor allem viele unterschiedliche Kristalle, für die die Gegend berühmt ist.), die man sich für 900 kr ansehen kann. Wir liefen lieber ein paar Schritte durch den Ort zur kleinen Kirchen, die jetzt eine Ferienwohnung ist. Sie sah aus wie aus dem Miniaturwunderland.

Minikirche

Um pünktlich zur Kaffeezeit in Egilsstaðir zu erreichen, bogen wir vor Fáskrúðsfjörður von der Küstenstraße ab und fuhren durch den einen der längsten Tunnel Islands (6 km). Über die 92 fuhren wir durch das „schöne Hochtal“ Fagridalur – auf immerhin fast 400 m Höhe.

schönes Hochtal

Auf dem Weg nach Egilsstaðir fing es an zu regnen. Das Café, das uns der Reiseführer diesmal empfahl, war sehr voll. Wir hatten keine Lust auf Leute und Stadt (Egilsstaðir hat immerhin über 2200 Einwohner – größte Stadt im Osten Islands) und fuhren stattdessen die restlichen 26 km zum Hotel Hallormsstaður.

Hallormsstaður liegt an einem großen See, dem Lagarfljot. In diesem See gibt es einer Legende nach ein Seeungeheuer und sogar eine entsprechende Karte, in der die letzten Sichtungen verzeichnet sind. Wir hielten an einer markierten Stelle vergeblich danach Ausschau. Der See ist so schön, da kann man stundenlang sitzen uns Ausschau halten.

Seeungeheuer

Das Hotel ist etwas größer und unser Zimmer sehr geräumig und recht neu. Um die Ecke aus dem Fenster oder vom Flur aus blickt man direkt auf den See (seitlicher Seeblick).

Nach unserer Ankunft erholten wir uns erst mal von der aufregenden Fahrt dieser Etappe. Nicht nur meine ständigen Bitten plötzlich anzuhalten – mit der Folge, dass wir spontan von 90km/h zum Stillstand kamen – auch die Küstenstraße, die teilweise sehr nah und ohne jede Absperrung am Hang entlang führte, waren eine Herausforderung gewesen.

Unser Abendessen (im Zimmer) bestand aus selbstgeschmierten Käsebroten aus unserem Proviant und Earl Grey Tee. Das Abendessen empfand ich als den höchsten Luxus – wer braucht schon ein teures Buffet.

Abendessen

Anschließend machten wir uns nochmal auf zu einer kleinen Wanderung. Der Weg startete direkt am Hotel und führte einen Berg hinauf. Der Ausblick über den See und das kleine Waldgebiet (!) waren herrlich. Ich habe sogar rechtes isländisch Moos gefunden.

Blick auf den See von oben

Hier gibt es ein 6 km großes Stück Wald, eines der wenigen großen Waldgebiete auf Island. Teilweise sehen die Bäume noch recht jung aus, so als hätte man vor 10 Jahren noch komplett über den Wald drüber gucken können. Laut Reiseführer wurde das Gebiet 1905 unter Naturschutz gestellt. Heute haben wir somit mehr Bäume gesehen, als auf der bisherigen Tour zusammen.

Die Tour morgen müssen wir selbst planen. Es gibt mehrere Alternativ-Routen und unsere Unterkunft liegt schon auf „halbem Weg“ zum folgenden Ziel. Spontan entscheiden hat bisher gut geklappt, das machen wir morgen wohl auch so.

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